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Plexi Wachsabziehklingen

Zum Abziehen von überschüssigem Skiwachs nach dem Einbügeln benötigt man eine scharfe Abziehklinge. Diese gibt es in unterschiedlichen Breiten und Stärken, je nachdem wie breit der Belag ist und wie effektiv Du arbeiten möchtest.

Welche Wachsabziehklinge ist am besten für Dich? 

  • eine flexible 3mm Plexiklinge ist ideal für schmale Langlaufski
  • elastische 4mm Plexiklingen reichen für ein ordentliches Abziehen von Alpinski
  • steife 5/6mm Plexiklingen nimmt man zum effektiven Abziehen von breiten Alpinski
  • extrasteife 8mm Plexiklingen für Perfektionisten für maximalen Druck auf den Skibelag
  • breite 180mm Plexiklingen sind besser für breite Freerideski
  • extrabreite Plexiklingen bis zu 320mm verwendet man für Snowboards 

Ralf 's Kauftipps

Skiwachs-Abziehklingen

Ist eine Bronzebürste eine passende Wahl für Dich?

Eine Bronze-Skiwachsbürste ist Pflicht für ambitionierte Skiserviceleute. Sie ist der Mindeststandard für Dich wenn Du folgende Punkte mit ja beantworten kannst.

  • Du zählst Dich zur RMS-Zielgruppe Training, Pro, Race oder Team
  • Du möchtest ein Ergebnis von mindestens RMS-Level 3 
  • Du suchst eine effektive Wachsbürste zum ersten Ausbürsten nach der Plexiklinge
  • oder Du suchst eine Bürste zum gründlichen Reinigen des Skibelages 

Die Bronzebürste wird direkt nach dem Abziehen mit der Plexiklinge eingesetzt und ist effektiver und gründlicher als eine Nylonbürste.

Welche Ausführungen gibt es bei den Bronze-Skiwachsbürsten?

Eine Bronzebürste ist mit Borsten mit einer Stärke von 0,12 bis 0,18mm ausgerüstet. Damit kommt man auch in tiefe oder feine Strukturen. Besser geht es nur noch mit einer extra feinen Stahlbürste oder einer Wildschweinbürste. Welche Ausführungen gibt es bei den Bronzebürsten?

Rechteckige Bürsten

  • kleine rechteckige Bürsten nimmt man bei geringem Serviceaufkommen
  • effektive Borstenfläche etwa 80cm² - ca 150 Borstenbündel
  • vollkommen ausreichend für schmale Langlaufski
  • für Snowboards weniger geeignet

Ovale Bürsten

  • große ovale Bürsten mit Handschlaufen für ein effektiveres und zeitsparendes Ausbürsten
  • effektive Borstenfläche etwa 160cm² - ca 240 Borstenbündel
  • deutliche Zeitersparnis beim Ausbürsten gegenüber rechteckigen Bürsten
  • empfehlenswert für Snowboards
Wie ist eine Bronze Skiwachsbürste aufgebaut?

Alle Skibürsten sind im Prinzip gleich aufgebaut. Sie unterscheiden sich nur in Form und Größe sowie dem Material der Borsten. Eine Bronzebürste besteht aus:

  • einem Holzkörper meist aus Buchenholz natur oder lackiert 
  • Borsten aus einem 0,14 bis 0,18mm starken Bronzedraht
  • Ausnahme ist die Toko Base Brush mit einem weichen 0,12mm Kupferdraht
  • viele Bürsten haben einen äusseren Kranz aus Nylonfasern. Dieser hat keine Funktion, das spart nur etwas Geld weil Bronze teurer ist
  • ovale Bürsten sind zusätzlich mit einer Handschlaufe ausgestattet

  

Für welche Anwendungen eignen sich Bronzebürsten am Besten?

Bronzeborsten sind mittelhart und haben einen geringen Durchmesser von 0,14 bis 0,18mm. Ausnahme ist die Toko Base Brush mit einem weichen 0,12mm Kupferdraht. Die Eigenschaften der Bronzebürsten:

  • zum effektiven Ausbürsten von Skiwachsen geeignet
  • die mittelharten Borsten haben eine sehr gute Bürstwirkung
  • die Borsten mit etwa 0,15mm Durchmesser erreichen auch den Grund feiner Strukturen
  • es bleiben fast keine Wachsreste in den Strukturen zurück
  • sehr gute Reinigungswirkung beim Belagreinigen ohne Chemie

Unklar: Viele nehmen auch die aggressiveren Stahlbürsten zum Ausbürsten von Skiwachsen. Allerdings ist ungeklärt ob dabei nicht neue Nanofasern aus dem Belag gezogen werden, an denen sich dann logischerweise kein Wachs befindet. Glaubensfrage, ohne Elektronen-Rastermikroskop nicht nachweisbar.

Welche Skiwachsbürsten mit Bronzeborsten sind für Dich am besten geeignet?

Bronze-Skiwachsbürsten sind im Prinzip alle ähnlich aufgebaut und unterscheiden sich innerhalb der Marken nur unwesentlich. Deine Kaufkriterien für eine gute Wahl:

  • kleine rechteckige Bürsten als preiswerte Lösung oder für Langlaufski
  • große ovale Bürsten für größeren Arbeitsumfang oder für Snowboards
  • Preis oder Farbe/Marke

Die Base-Brush Kupferbürste von Toko ist unsere meistverkaufte Bürste. Sie ist allerdings sehr weich und kann mit den anderen Bürsten nicht mithalten. Aber preisgünstig.  

Tipp: Du kannst die Auswahl über den Filter einschränken.

 

Welches Zubehör oder Alternativen gibt es zu einer Bronzebürste?

Zum Wachsen von Skibelägen benötigt man:

  1. Wachsbügeleisen zum Einbügeln des Skiwachses 
  2. ein Skiwachs passend zu den persönlichen Ansprüchen
  3. eine Wachsabziehklinge
  4. eine Skibelagsbürste, zum Beispiel eine Bronze

Als Ergänzung zur Bronzebürste wären folgende Bürstenkombinationen empfehlenswert:

 

Was sind die Besonderheiten einer Bronze/Nylon Kombibürste?

Eine Sonderform der Bronzebürste ist die Kombibürste. Die Bürsten haben folgende Eigenschaften:

  • 50% der Borsten sind Bronzeborsten zum Ausbürsten von Skiwachs
  • 50% der Borsten sind feine Nylonborsten zum abschließenden Polieren
  • eine Bürste für zwei Arbeitsschritte

Tipp: Aufgrund der Größe ist eine Kombibürste nur bei schmalen Langlaufski sinnvoll einsetzbar

Fazit

Die Bronzebürste ist die wichtigste Bürste für ambitionierte Serviceleute. Sie ist effektiv und gründlich. Ob man anschließend noch mit einer Roßhaar oder feinen Nylonbürste nachpoliert ist eine Frage der persönlichen Ansprüche. 

Passendes Zubehör: Wachseisen · Bügelwachse · Plexiklingen · Rotorbürsten

Skiwachs-Abziehklingen bestehen aus einem hartem Kunststoff, meistens einem Acrylglas. Viele sagen auch Plexiklingen dazu denn der bekannteste Markenname für Acrylglas ist Plexiglas® von der Firma Röhm.

Viele Marken-Abziehklingen kommen inzwischen aus Fernost, da ist es schwer die Qualität zu bestimmen. Diese ist aber verantwortlich dafür wie schnell die Ziehklinge stumpf wird. Also nicht durch Bezeichnungen wie Plexiklinge täuschen lassen. Plexiklinge ist nicht gleich PLEXIGLAS®.

RMS-Tipp: Man kann auch einfache Dinge wie eine Kunststoff-Wachsabziehklinge etwas besser machen als andere.

Unsere RMS Wachsabziehklingen sind aus Original ProTerra PLEXIGLAS®, einem Material gefertigt aus 90% recyceltem PLEXIGLAS® von Röhm. Wenn schon Kunststoff, dann aus einigermaßen nachhaltiger Fertigung. Die Qualität ist absolut identisch mit dem Neumaterial von PLEXIGLAS® und damit absolut erstklassig. Und made in Germany - Tipp: einfach mal Preise vergleichen. ProTerra Rohmaterial ist übrigens teuerer als neues PLEXIGLAS®.

Beim einbügeln von Skiwachs wird eine dünne Schicht Wachs auf den Skibelag aufgetragen. Was passiert wenn ich das nicht abtrage?

  • das weiche Wachs wirkt wie eine Bremse, die Schneekristalle haken sich darin fest 
  • die Rillen im Skibelag werden geschlossen, Wasser unter dem Ski kann nicht abfließen
  • bei nassem Schnee bildet sich ein Wasserfilm unter dem Belag, der Ski saugt sich fest
  • das Wachs sammelt Schmutz auf, das führt zu erhöhter Trockenreibung

Fazit: der Ski wird langsamer als ungewachst bis sich das Wachs im Laufe des Tages abreibt. Je gründlicher man das überschüssige Wachs abzieht und ausbürstet desto schneller wird der Ski. Bei einem perfekt ausgebürsteten Ski ist die Wachsschicht nur etwa 200 Nanometer dick.

Manche Abziehklingen habe an einer Ecke eine Aussparung. Diese dient dazu um die Skikante in einem Zug oben und seitlich von Wachs zu befreien. Das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben beim Arbeiten. Einige Kunden schwören drauf.

Ich nehme die schmale Seite der Ziehklinge und fahre einfach über die ganze Seitenwange. Das macht nicht nur die Skikante sauber sondern entfernt auch heruntergelaufenes Wachs von der Seitenwange. Das Wachs das oben auf der Skikante war, wurde bereits beim Abziehen entfernt bzw. spätestens beim Ausbürsten. 

Abziehklingen mit gerundeten Ecken sind zum freilegen der Mittelrillen von Langlaufski geeignet. Diese ersetzen dann einen Rillenspachtel.

Fazit: jeder so wie es ihm gefällt.

Das kann man nicht in Anzahl Ski sagen. Es ist wie beim Rasieren mit einem Naßrasierer. Am Anfang schneidet man sich dann wird das Ergebnis schlechter und irgendwann tauscht man die Klinge aus. Skiwachs lässt sich auch mit einer stumpfen Klinge abziehen, nur halt nicht so sauber.

  • je schärfer die Abziehklinge desto einfacher und schneller geht das abziehen
  • selber regelmäßig nachschärfen spart den Kauf neuer Abziehklingen 

Mein Tipp: ambitionierte Serviceleute haben immer mehrere Ziehklingen vorrätig die regelmäßig mit einem Ziehklingenschärfer nachgeschärft werden. So hat man immer eine scharfe und effektive Abziehklinge zur Hand.

Kann man so nicht vorhersagen. Aber die Frage ist einfach zu beantworten. An dem Tag an dem es Dich nervt daß Du schon wieder eine neue Abziehklinge kaufen mußt, kaufst Du Dir einfach statt dessen einen Ziehklingenschärfer.

Mein Tipp: alte Kunststoffklingen nicht wegschmeißen. Für den Tag an dem Du einen Klingschärfer kaufst.

Jeder Hersteller hat ähnliche Formate im Angebot. Die schenken sich nicht viel. Hier ein paar Kaufargumente die für die Auswahl wichtig sind:

  • Klingenbreite: wie breit sind die Ski oder Snowboards?
  • Klingenstärke: wie effektiv möchtest Du arbeiten?
  • Preis: mit oder ohne Aussparung? 
  • Nachhaltigkeit: Material?

Fazit

Mit einer scharfen und steifen Wachsabziehklinge spart man deutlich Zeit beim abziehen von überschüssigem Skiwachs. Eine Frage Deiner Arbeitsweise.   

Passendes Zubehör: Wachseisen · Bügelwachse · Skibelagsbürsten



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FAQ Skiwachs Abziehklingen

1. Wofür wird eine Wachsabziehklinge benötigt?

Eine Wachsabziehklinge (auch Plexiklinge oder Plexiglasklinge genannt) wird verwendet, um überschüssiges Bügelwachs vom Skibelag abzuziehen, nachdem das Wachs eingebügelt wurde.

2. Warum muss man überschüssiges Skiwachs nach dem Einbügeln überhaupt abziehen?

Nicht abgezogenes Wachs wirkt wie eine Bremse, der Ski oder das Snowboard wird dadurch langsamer als ein mit einem ungewachste Belag. Der Grund:

  • In der überschüssigen Wachsschicht verhaken sich die Schneekristalle, es bremst
  • die Strukturrillen sind verstopft, Wasser unter dem Belag wir nicht abgeführt
  • es bildet sich ein Wasserfilm und damit ein Saugeffekt
  • das Wachs sammelt Schmutz auf, es entsteht Trockenreibung

3. Wie dünn sollte die verbleibende Wachsschicht nach dem Abziehen und Ausbürsten sein?

Bei einem perfekt ausgebürsteten Ski ist die verbleibende Wachsschicht nur noch etwa 200 Nanometer dick – nur diese minimale Restmenge in der Nanostruktur des Belags macht den Ski tatsächlich schneller.

4. Welche Stärken gibt es bei Plexiglas-Ziehklingen?

Plexiklingen sind in Stärken von 3, 4, 5, 6 und 8 mm erhältlich. Grundsätzlich gilt: je dicker die Klinge, desto biegesteifer und effektiver ist sie beim Abziehen.

5. Welche Klingenstärke eignet sich für Langlaufski?

Für Langlaufski reicht in der Regel eine 3-mm-Klinge völlig aus, da hier weniger Kraft beim Abziehen benötigt wird und die schmaleren Beläge weniger Material aufweisen.

6. Welche Klingenstärke eignet sich für Alpinski?

Bei Alpinski wird meist eine Klinge mit 4 mm oder besser 5 mm Stärke empfohlen, da hier mehr Wachs abgezogen werden muss und eine stabilere Klinge effektiver arbeitet.

7. Gibt es spezielle Ziehklingen für breite Freeride-Ski oder Snowboards?

Ja, für breite Freeride-Ski gibt es breite Klingen bis etwa 180 mm, für Snowboards extrabreite Ausführungen bis zu 320 mm, jeweils in 4, 5 oder 6 mm Stärke.

8. Was ist der Unterschied zwischen Standard-Ziehklingen und solchen mit Kantenaussparung?

Standard-Ziehklingen sind rechteckig. Einige Modelle haben zusätzlich eine Aussparung an einer Ecke, mit der sich die Skikante gezielt säubern lässt, während andere Rundungen zum Auskratzen der Mittelrillen von Langlaufski bieten und damit einen Rillenspachtel ersetzen können.

9. Woraus bestehen die RMS-Wachsabziehklingen des Shops?

Die RMS-Eigenmarken-Wachsabziehklingen werden aus Original ProTerra PLEXIGLAS® gefertigt, einem Material aus 90 % recyceltem PLEXIGLAS® von Röhm. Interessanterweise ist das recycelte ProTerra-Rohmaterial sogar teurer als neues PLEXIGLAS® – ein bewusster Schritt in Richtung nachhaltigerer Fertigung statt einer reinen Kostensenkung.

10. Ist jede "Plexiklinge" automatisch aus echtem PLEXIGLAS®?

Nein. Plexiklinge ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für Acrylglas-Klingen, aber nicht gleichbedeutend mit dem Markenmaterial PLEXIGLAS® von Röhm. Viele Marken-Abziehklingen stammen inzwischen aus Fernost, wo sich die tatsächliche Materialqualität schwer bestimmen lässt – diese Qualität entscheidet aber maßgeblich darüber, wie schnell die Klinge stumpf wird.

11. Muss wirklich das gesamte überschüssige Wachs vom Belag entfernt werden?

Ja. Nur der minimale Wachsrest, der sich in der Nanostruktur des Belags festsetzt, macht den Ski schneller. Alles überschüssige Wachs darüber bremst zunächst und wirkt wie ein Steigwachs bei Langlaufski, weshalb es vollständig abgezogen werden sollte.

12. Wie entferne ich am einfachsten Wachsreste an den Seitenflanken des Skis?

Am einfachsten lassen sich herabgetropfte Wachsreste an den Seitenflanken direkt nach dem Einbügeln entfernen, solange das Wachs noch warm ist. Dafür eignet sich am besten die schmale Seite einer Plexiglasklinge.

13. Wie lange hält eine Kunststoff-Abziehklinge, bevor sie stumpf wird?

Das lässt sich nicht in einer festen Anzahl an Ski beziffern – ähnlich wie bei einem Nassrasierer wird das Ergebnis mit der Zeit schrittweise schlechter, bis man die Klinge austauscht oder nachschärft. Mit einer stumpfen Klinge lässt sich Wachs zwar weiterhin abziehen, aber weniger sauber.

14. Kann ich eine stumpf gewordene Plexiglas-Ziehklinge nachschärfen, statt sie zu ersetzen?

Ja, mit einem speziellen Plexiklingenschärfer lässt sich eine stumpf gewordene Klinge nachschärfen. Das erleichtert die Arbeit, verlängert die Nutzungsdauer der Klinge erheblich und spart auf Dauer Kosten sowie unnötigen Plastikmüll.

15. Wonach sollte ich eine Kunststoff-Abziehklinge auswählen?

Vier Kriterien sind entscheidend: die Klingenbreite (passend zur Breite von Ski oder Snowboard), die Klingenstärke (abhängig davon, wie effektiv gearbeitet werden soll), ob eine Kantenaussparung gewünscht ist, sowie die Materialqualität im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Standzeit.