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*Ausgenommen sind unsere geschätzten Kunden aus Österreich.
Nicht dass es falsch verstanden wird. Ich bin für Recycling und Umweltschutz. Nur finde ich den Punkt um den es im Onlinehandel geht suboptimal geregelt. Um was geht es eigentlich?
Wenn ein Onlinehändler aus einem EU-Migliedsstaat ein Paket in andere EU-Länder versendet muß er ab dem 12.08.2026 in jedem einzelnen Land einen Bevollmächtigten ernennen welcher für die Erfüllung der PPWR in seinem Namen gerade steht. Und zwar ab dem ersten Paket.
Das ist für den Händler nicht nur mit Kosten von mehreren hundert Euro pro Land für den Bevollmächtigten verbunden sondern auch mit einem hohen Bürokratieaufwand. Man muß jedes Quartal für jedes Land eine Aufstellung machen wie viel Kilogramm an Verpackungsmaterial ins jeweilige Land verschickt wurde. Und es geht nicht nur um den Versandkarton sondern auch um die Verkaufsverpackungen, also zum Beispiel das Gewicht des Kartons in dem das Bügeleisen verpackt war.
Das bedeutet ich muß zusammenstellen wie viele Versandkartons in welcher Größe ich in das jeweilige Land verschickt habe. Und wie viele Bügeleisen-Verpackungen, Kantenschleif-Verpackungen etc. in den Kartons waren und wie schwer diese Verkaufsverpackungen waren.
Dazu kommen noch die Lizenzgebühren für die Kartons dazu, je nach Land für Kleinmengen pauschal 20 bis 150 Euro. Ich versende bisher in 15 EU-Länder zwischen einer und zwanzig Sendungen pro Jahr. Das sind Kosten von 15 mal 299 Euro für die Bevollmächtigten plus die Kartonkosten. Also etwa 5000 Euro wenn ich weiterhin in alle Länder liefere.
Oder mindestens 320 Euro bzw. bis zu 450 Euro für etwa 0,5 bis 10kg Verpackungsmaterial pro Land.
Wird Europa dadurch sauberer? Ich versende genau die selben Kartons wie bisher. Und meine Kunden entsorgen die ebenso wie bisher. ES ÄNDERT SICH NICHTS!
Außer das irgendwelche Juristen und Dienstleister ein Schweinegeld verdienen.
Bei einem Gewinn von 5% muß ich in jedem Land etwa 6000 Euro Umsatz machen nur um die zusätzlichen Kosten zu decken. Das schaffe ich nur in Österreich. Dann habe ich aber immer noch nichts verdient, dafür aber mehrere Tage Bürokratiearbeit hinter mir.
Ehrlich? Sorry liebe Stammkunden, auch wenn ihr bereits seit 10 Jahren Kunden bei mir seit, da gehe ich lieber Ski fahren.
Ich hoffe auf eurer Verständnis und kann Euch leider nur einen Tipp geben. Falls ihr Verwandte oder Bekannte in Deutschland habt, gebt diese als Lieferadresse an und die sollen das Paket dann an euch weiterleiten.
Liebe Frau von der Leyen,
im Namen tausender kleiner Onlinehändler die sich wie ich das ganze Jahr den Arsch aufreißen um so viel Geld zu verdienen dass wir nicht als Bürgergeldempfänger verunglimpft werden, bedanke ich mich bei Ihnen stellvertretend bei allen welche geholfen haben viel Zeit und Steuergeld in so ein geiles Gesetz zu investieren.
Ich bin zum Glück nicht darauf angewiesen ins Ausland zu liefern. Aber ich verkaufe ein Produkt für die es in allen betroffenen Ländern kein vergleichbares Angebot gibt. Die Leidtragenden sind die Skifahrer in diesen Ländern.
Aber schauen Sie doch einfach einmal auf Instagram & Co und verspüren Sie die Verzweiflung dutzender Onlinehändler/innen. Oh, Entschuldigung, ich vergaß, das interessiert ein Politiker nicht. Wir sind ja nur Faulenzer die dauern krank sind.
Nur mal in meinem Fall: bisher habe ich in 15 Ländern der EU geliefert. In einigen davon habe ich langjährige Stammkunden die bei mir kaufen weil ich eine gute Leistung abliefere. Außer nach Österreich lohnt sich es für mich jedoch nicht einen Bevollmächtigten zu bezahlen.
Das bedeutet 7% Umsatzverlust. Auf einen Schlag. Ohne daß ich was falsch gemacht habe. Falls Sie rechnen können: 7% weniger Ertrag entsprechen ungefähr einem Monatslohn den ich jetzt nicht mehr habe um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten oder für meine Altersvorsorge anzulegen.
Ich weiss Sie rechnen in anderen Dimensionen. Sie verdienen etwa das zehnfache von mir. Da lassen sich die paar Tausend locker verschmerzen. Aber bei mir und tausend anderen geht es darum ob ich mir Geld für meine Altersvorsorge weglegen kann. Ist das bei Ihnen angekommen?
Liebe Ursula,
das aktuelle Gesetz bevorteilt große Anbieter wie Amazon und unsere chinesischen Freunde wie Temu und Shein welche natürlich sehr sehr sehr sehr viel Wertschöpfung in Deutschland erwirtschaften. Viele kleine Amazon-Händler werden gezwungen jetzt den Umsatz jetzt an "Verkauf durch Amazon" zu übergeben damit dieser noch mehr Geld verdient.
Mein Vorschlag: Warum macht man nicht eine Freigrenze von 20kg Kartonverbrauch für Kleinunternehmer? Das würde für 50 bis 100 Sendungen pro Land reichen. Dann könnten meine Stammkunden weiter bei mir kaufen und wenn ich in einem Land irgendwann genügend Umsatz mache bin ich auch in der Lage die Kosten dafür zu tragen. Jetzt werde ich nie herausbekommen ob ich in ein Land kostendeckend liefern kann.
Das würde vielen Onlinehändler das Leben wieder lebenswert machen.
Ach so, diesen Vorschlag haben bereits viele hochbezahlte und studierte Experten gemacht? Wurde nicht angenommen? Ist wohl nicht lukrativ für die EU-Entscheider.
Wer sind die großen Gewinner die eigentlich nichts mit dem Verkauf zu tun haben?
Viele Grüße nach Brüssel
Ralf
Bis Du Österreicher dann hast Du Glück gehabt. Es gibt so viele von Euch daß ich mir das leisten kann. DANKE DAFÜR!
Für alle Belgier, Italiener, Luxemburger, Niederländer, Slowenen, Slowaken, Franzosen, Dänen, Schweden, Ungarn, Rumänen, Kroaten, Polen die bisher bei mir gekauft haben:
RIEN NE VA PLUS
Merci Ursula
Es gibt KEINE Ausnahmen!
Liebe Ursula, Lieber Friedrich und alle anderen Befürwortern der PPWR die von Steuergeldern bezahlt werden.
Ich habe ein Problem. Umweltschutz ist wichtig. Aber warum zahlen dafür nur die Anderen? Mein Vorschlag, die EU macht eine weitere Verordnung, das SDRg.
Das wäre das Pendant zu dem was die EU Selbstständigen wie mir zumutet. Und es dient genau so dem Umweltschutz wie die PPWR. Hätte also durchaus seine Berechtigung.
Mitwirkende sind:
die EU-Leistungs-Vorgaben:
Dauer dieser Verordnung:
Kosten:
Hört sich Schwachsinnig an? Ist aber genau das was mir und hunderttausenden kleiner Onlineshopbetreibern EU-weit zugemutet wird. In meinem Fall:
Da es für mich nicht rentabel ist weiterhin ins EU-Ausland zu liefern verliere ich bei 7% Umsatzverlust aktuell etwa den Gewinn eines Monats. Also 1/12tel meines Verdienstes. Und das nicht nur 2026 sondern bis ans Ende meiner Geschäftstätigkeit weil die Kunden um die ich die letzten 15 Jahren gekämpft habe, nie wieder erreicht werden. Und natürlich fehlt mir genau dieses "überschüssige" Geld für meine Altersvorsorge. Soweit verstanden?
Liebe Ursula, lieber Friedrich und Kollegen.
Ich weiß, das geht Euch am Arsch vorbei wie vieles andere auch. Könnt ihr ja täglich in den Medien nachlesen.
Aber ich rechne es Euch mal Anhand des Beispiels meiner Zahlen als Vergleich aus. Ihr habt laut KI ein Monatseinkommen von 40.000 bis 50.000 Euro. Das ist in etwa mein Jahreseinkommen wenn der Winter mitmacht. Ohne Schnee auch gerne mal 20-30% weniger. Oder mehr wenn es schneit.
Was würdet ihr sagen wenn irgend eine Organisation die ihr mit eurem Verdienst mitfinanziert morgen hingeht und einfach das SDRg beschließt. Und ihr jedes Jahr 12% von euerem Gehalt abgezogen bekommt? Einfach so? Ohne Ausstiegsklausel? Und das bis ans Ende eurer Arbeitszeit? Und mit dauerhaften Abzügen bei euren Pensionen?
Blöd, gell.
Und dabei habe ich noch Glück. Mir bleibt bei meinem Umsatz noch so viel übrig daß ich mit meiner 50+ Stundenwoche immer noch zur soliden unteren bis mittleren Einkommenschicht (fast wie Herr Merz) zähle.
Ich bin nicht wütend. Für mich ist das einfach so wie wenn ein Winter mal weniger Schnee hat. 20% Schwankungen bin ich als Sporthändler seit 45 Jahren gewohnt. Nur daß ab jetzt für mich jeder Winter durch eine EU-Verordnung ein bisschen schneeärmer wird. Das ist echter menschgemachter Klimawandel.
Ich bin Boomerjahrgang 1963 und seit 26 Jahren selbstständig. Davor war ich im elterlichen Betrieb angestellt. Seit meinem ersten Lehrjahr 1980 arbeite ich mindestens 50 Stunden/Woche. Habe jetzt also netto 10 Jahre mehr gearbeitet als ein Beamter mit einer 41 Stunden-Woche. Und ich werde noch viele Jahre weiterarbeiten müssen da ich zu wenig Rente bekomme. Ja ich weiß, habe auch nur 25 Jahre eingezahlt. Selber Schuld. Aber anstatt ich jetzt noch ein paar Jahre ansparen kann werden mir genau diese Sparbeträge wegen 100 kg Versandkarton eingezogen.
Liebe Ursula, lieber Friederich.
Soweit verstanden?
Fakt ist, hunderte wahrscheinlich tausende von kleinen Onlinehändlern (auch Amazon-Händler) hingegen geben jetzt zwangsläufig ihren Shop auf für den sie sich den Arsch aufgerissen haben um sich einen Traum zu erfüllen. Instagram und Co. sind voll von Videos verzweifelter Shopbetreiber/innen. Daraus werden jetzt lauter Faulenzer und Krankmacher.
Und warum? Weil ich/wir jeweils etwa 20kg Versandkarton in verschiedene EU-Länder schicken. Wie viele Dienstflugkilometer gibt das in CO2 gerechnet?
20kg Karton = 20kg CO2-Equivalent = 100km Fliegen. Wahnsinn wie wir kleinen Onlinehändler die Umwelt belasten. Achso, Flugbenzin ist ja recyclingfähig.
Ist das soweit da oben angekommen? Wohl nicht, weil darüber schon seit Jahren von Fachleuten diskutiert wird. Aber die Bürokraten und Lobbyisten haben sich durchgesetzt.
Euer Ralf
PS: an alle Entscheidungsträger die sich über meine Aussage doch tatsächlich Gedanken machen:
Würde man eine Freigrenze von, sagen wir 20-50kg Karton pro Land und Jahr einführen, wäre das Problem für hunderttausende kleiner Onlinehändler aus der Welt. Es könnte so einfach sein wenn man das Gehirn beim Arbeiten mitbenutzt. Oder Lobbyisten und Proviteure ausschaltet.
Ist halt blöd wenn "selbstbewusste" Menschen große Dinge entscheiden dürfen, aber nicht für das was sie verbockt haben, gerade stehen müssen.